Pierre-Arentz Immobilien & Partner

Gehbehindert

Die eigene Wohnung soll ein Ort zum Wohlfühlen sein. Das gilt für Behinderte und Nicht-Behinderte gleichermaßen. Nur die Anforderungen an den Wohnraum sind dabei unterschiedlich. Viele Mobilitäteingeschränkte haben Angst, ausgerechnet in der eigenen Wohnung, wo sie Freiraum erwarten, vor kleinen und großen Hindernissen zu stehen.

Was für eine riesige Erleichterung ist es, nicht bei jeder Verrichtung auf fremde Hilfe angewiesen zu sein!

Bei Räumen für gehbehinderte Menschen denken wir dabei zuerst an Stufenfreiheit. Doch damit ist es noch lange nicht getan. Was ist, wenn der Rollstuhl im engen Flur keinen Platz zum Wenden hat? Wie sieht es in der Küche aus? Wie wichtig ist es, dass man die Geräte und Schränke erreichen kann. Und zum Gefühl, in der eigenen Wohnung frei zu sein, gehört unbedingt dazu, die Toilette selbständig erreichen zu können.

Und wie gelangt man aus der Wohnung nach draußen? Oft ist es scheinbar einfach, doch am Ende macht eine kleine Stufe alles zunichte. Viele Fragen sind bei der Wohnungswahl zu bedenken. Wir helfen dabei.

Hier eine Checkliste, worauf bei Wohnungen für Gehbehinderte zu achten ist:

  • Bewegungsflächen als Wendemöglichkeiten in jedem Raum (mindestens 150 cm breit und 150 cm tief)Aufzüge (mit einer lichten Breite von mindestens 110 cm und einer lichten Tiefe von 140 cm).
  • Wege und Flure (mit einer Mindestbreite von 120 cm und 150 cm bei "Begegnungsverkehr").
    Bewegungsflächen vor Möbeln (mindestens 150 cm tief vor Kücheneinrichtungen, Schränken, dem Wannenbad und der Längsseite des Bettes).
  • Türen (mit einer lichten Breite von mindestens 90 cm zum Badezimmer und zudem nach außen öffnend).
  • Fenster (mit einem Ausblick in Sitzhaltung).
  • Arbeitsplatten, Herde und Spüleinrichtungen in der Küche (unterfahrbar).
  • Sanitärräume (Bad und Toilette mit einem rollstuhlbefahrbaren Platz).
  • Waschtische (flach und unterfahrbar).
  • Toilettenbecken (maximale Höhe von 48 cm einschließlich der Toilettenbrille).
  • Bedienungsvorrichtungen wie:
    Schalter, häufig benutzte Steckdosen, Sicherungen, Sanitärarmaturen, Einhebelmischbatterien, Toilettenspüler, Rollladengetriebe, Türdrücker, Öffner von Fenstertüren, Briefkastenschlösser, Mülleinwurföffnungen etc. (müssen in einer Höhe von 85 cm angebracht sein).
  • Rollstuhlabstellplätze (der Eingangsbereich sollte zugleich der Verfügungsbereich sein und eine Breite von mindestens 190 cm und eine Tiefe von 150 cm aufweisen).
  • Pkw-Stellplätze oder Garagenplätze sollten in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen